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Sodbrennen lässt sich oft mit Hausmitteln lindern

Frau mit Sodbrennen

© KMPZZZ AdobeStock 663080016

Die typischen Auswirkungen von Sodbrennen können von kaum merklich bis sehr unangenehm reichen. Zu den möglichen Beschwerden gehören saures Aufstoßen, dabei kann Magensäure oder Speisebrei zurück in den Mund gelangen. Auch ein schmerzhaftes Brennen hinter dem Brustbein, ein Druckgefühl im Oberbauch oder Bauchschmerzen können vorkommen. So unschön Sodbrennen werden kann, hat es doch einen tröstenden Aspekt: In den allermeisten Fällen ist es harmlos und darüber hinaus ziemlich gut und vergleichsweise schnell mit Hausmitteln in den Griff zu bekommen.

Wie entstehen die lästigen Beschwerden überhaupt?

Hausmittel gegen Sodbrennen sind meistens solche, die die Magensäure verdünnen oder binden. Diese ist nämlich im Fall von Sodbrennen ein Teil des Problems, es tritt dann auf, wenn Säure den Magen verlässt und zurück in die Speiseröhre fließt. Dabei wird die Schleimhaut der Speiseröhre gereizt und es kommt zu den typischen Schmerzen.

Dafür, dass die Magensäure aber überhaupt erst aus dem Magen gelangt, kommen wiederum einige mögliche Ursachen infrage. Der Eingang des Magens wird von einem Schließmuskel verschlossen. Liegt hier eine Schwäche oder Funktionsstörung vor, kann das Sodbrennen dadurch entstehen. Die Gründe sind aber auch sehr oft in der Ernährung zu finden, besonders üppige Mahlzeiten oder bestimmte Lebens- oder Genussmittel wie Zitrusfrüchte, Alkohol oder Kaffee sind typische Auslöser. Weitere Lebensmittel, die schnell einmal Sodbrennen hervorrufen können, sind besonders scharfe oder gut gewürzte Gerichte oder solche, die viel Fett enthalten und schwer im Magen liegen.

Es gibt jedoch auch eine Reihe von Ursachen, die nichts mit der Ernährung zu tun haben, zum Beispiel:

  • Manche Medikamente und Krankheiten
  • Stress
  • Übergewicht

In der Schwangerschaft hat Sodbrennen noch einmal andere Gründe: Einerseits entspannen sich durch bestimmte Hormone die Muskeln, also auch der Schließmuskel des Magens. Früher oder später kommt noch dazu, dass das Wachstum des Babys zu größerem Druck auf den Magen führt. Gerade in dieser Zeit können die Beschwerden besonders unangenehm werden. Medikamente sollte man jedoch unbedingt nur nach Absprache mit Arzt oder Ärztin einnehmen.

Das Sodbrennen schnell wieder loswerden

Tatsächlich ist die Bandbreite der bereits erwähnten Hausmittel, die Abhilfe schaffen können, recht groß. Dazu zählen:

  • Zwieback oder trockenes Weißbrot
  • Bananen
  • Kartoffeln
  • Nüsse oder vor allem Mandeln
  • Haferflocken
  • Wasser

Manche Tees sind ebenfalls dazu geeignet, den Magen zu beruhigen, zum Beispiel Kamille und Fenchel. Ein weiteres bekanntes Hausmittel ist Natron.

Auch mit der Körperhaltung lässt sich Sodbrennen mit etwas Glück schon lindern: Gerade wenn die Beschwerden abends zuschlagen und man sich eigentlich hinlegen möchte, hilft es, den Oberkörper erhöht zu lagern oder sich auf die linke Seite zu legen. Beides hemmt den Rückfluss der Magensäure aus dem Magen heraus.

Einerseits ein Klassiker unter den Hausmitteln, andererseits jedoch auch umstritten, ist Milch. Bei vielen Menschen sorgen ein paar Schlucke Milch bereits dafür, dass das Sodbrennen aufhört. Ob Milch im persönlichen Fall hilft oder nicht, kann man nur selbst ausprobieren. Unter Umständen kann Milch die Beschwerden auch verschlimmern.

Zu den vorbeugenden Maßnahmen gegen Sodbrennen zählen eine ausgewogene Ernährung und das Meiden typischer Auslöser. Vollkornprodukte und gedünstetes Gemüse sind zum Beispiel sinnvoll, auf stark fett- oder säurehaltige Lebensmittel und Alkohol sollte man dagegen verzichten.

Lästig, aber harmlos – oder doch ein Fall für den Arzt?

Kommt Sodbrennen nur hin und wieder einmal vor, hat es in aller Regel keine negativen Folgen. Die Magensäure reizt zwar nicht nur die Speiseröhre, sondern eventuell auch die Rachenschleimhaut und die Stimmbänder. Das kann Heiserkeit, Husten und häufiges Räuspern nach sich ziehen. Wenn öfter Magensäure zurück in den Mund gelangt, kann auch der Zahnschmelz darunter leiden.

Anders sieht es aus, wenn die unangenehmen Beschwerden häufig und über einen längeren Zeitraum auftreten. Dann kann Sodbrennen nicht nur zu Entzündungen der Speiseröhre führen, sondern sogar zu einer Vorstufe von Speiseröhrenkrebs. In vielen Fällen ist häufiges Sodbrennen auf dieselbe Ursache zurückzuführen: Die Refluxkrankheit, bei der nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßig Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt. Diese Erkrankung muss behandelt werden. Wenn man oft unter Sodbrennen leidet, ist es deshalb sinnvoll, sich an den Hausarzt zu wenden.

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